U. St. Marien : U. VB Gestra Bad Hall - KM

In der 20. Runde der 1. Klasse Ost kam es zum Spitzenspiel zwischen der Union St. Marien und der Union Volksbank Gestra Bad Hall. Während Bad Hall mit 10 Punkten Vorsprung auf Rang 2 die Liga dominiert, rittert St. Marien mit Amateure Steyr um den Relegationsplatz. Nachdem Steyr am Samstag mit einem Sieg in Kematen vorlegte, wollten die Hausherren Schritt halten und mit einem Sieg wieder an den 2. Platz heranrücken. Die Mannschaft von Trainer Roland Dolzer ging mit viel Selbstvertrauen in die Partie, gewann man doch das Nachtragsspiel vergangenen Dienstag mit 6:1 gegen Adlwang. Darüber hinaus ist St. Marien überaus heimstark, von 11 Heimspielen konnten bislang 9 gewonnen werden. Die Gäste spielen ohnedies eine überragende Saison und haben bislang 19 Siege aus 20 Spielen gefeiert und kamen mit 8 Siegen in Folge im Gepäck nach St. Marien. Es war auch das Duell der beiden besten Torschützen der Liga: Stipo Tubic und Marcel Wolflehner halten jeweils bei 19 Saisontreffern. Hatten viele vor der Partie einen knappen Ausgang erwartet, stellte Bad Hall seine Vormachtstellung unter Beweis und siegte klar mit 4:0. Damit fehlen dem Tabellenführer rechnerisch noch zwei Siege zum Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

Chancenarme erste Halbzeit

Schiedsrichter Edin Kustura pfiff die Partie vor etwa 370 Zusehern am Sportplatz in St. Marien an. Die ersten Minuten waren von gegenseitigem Abtasten gekennzeichnet, die Heimelf operierte mit vielen langen Bällen aus der Innenverteidigung heraus und suchte immer wieder Zielspieler Stipo Tubic. Nach einer knappen halben Stunde dann der erste Aufreger der Partie: Nach einem weiten Einwurf in den Sechzehner von St. Marien sprang der Ball auf, Marcel Wolflehner versuchte ihn zu kontrollieren und wurde dabei vom Kapitän der Heimmanschaft klar zu Fall gebracht. Bad Halls Legionär Daniel Alexandru Birau ließ sich die Gelegenheit vom Punkt nicht nehmen und verwandelte sicher zum 0:1. St. Marien wurde in der Folge vor allem aus Standarts gefährlich, Bad Hall versuchte auf dem kleinen Platz immer wieder schnell umzuschalten und hatte bis zur Pause noch zwei gute Möglichkeiten, die Führung auszubauen, Reichl und Fellinger setzten ihre Schüsse aber jeweils knapp neben das Tor.

Bad Hall mit starker zweiter Halbzeit

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste noch besser in der Partie, gewannen viele Kopfbälle und hatten dadurch mehr Ballbesitz. In der 60. Spielminute hatte Toptorschütze Wolflehner dann das 2:0 auf dem Fuß, sein Lupfer ging jedoch neben den Kasten. Nur wenige Minuten später fiel dann das zweite Tor für den Tabellenführer: Bernhard Reichl spielte den eingewechselten Patrick Grillitsch an, der ließ den Ball abtropfen, Reichl ließ sich die Chance nicht entgehen und erzielte seinen 12. Saisontreffer. In der Folge versuchte St. Marien noch einmal alles, um das Ergebnis zu drehen, dadurch fanden die Gäste einige gute Konterchancen vor, die größten wurden von Reichl und Grillitsch vergeben. In der 83. Spielminute fiel dann die endgültige Entscheidung: Nach einem Einwurf schickte Grillitsch Manuel Fellinger mit einem mustergültigen Lochpass auf die Reise, dieser ließ sich die Chance nicht entgehen, tunnelte den Keeper der Heimelf und entschied die Partie. In der Nachspielzeit legte der Spitzenreiter noch einmal nach: Alexander Meier spielte einen langen Ball nach vorne, der eingewechselte Winterneuzugang Marco Fekete war über die rechte Seite durchgekommen und hämmerte das Leder zum Endstand in die Maschen. Während Bad Hall am Donnerstag beim Heimspiel gegen Stein den nächsten Schritt Richtung Aufstieg gehen kann, gastiert St. Marien am Sonntag zum Showdown um den Relegationsplatz bei den Amateuren aus Steyr.

Gerhard Mandl, Trainer Union Bad Hall:

"Das war heute eine Meisterleistung. Wir haben unser Spiel gut auf den kleinen und engen Platz eingestellt und konnten vor allem in der zweiten Halbzeit fast alle Kopfbälle gewinnen. Der Sieg war hochverdient und nun hoffen wir, in den nächsten Partien den letzten Schritt Richtung großem Ziel, dem Meistertitel, zu gehen. Kompliment an meine Mannschaft und auch an den Schiedsrichter, der die Partie hervorragend geleitet hat."

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